INA - Institut für Neue Autorität Austria Steinkellner & Ofner OG Sonnensiedlung 81 3321 Ardagger Markt und Stifterstrasse 28/2 4020 Linz

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Neue Autorität für sichere Schulen

Angebote für Schulen

Vorträge:

Sie wollen mehr wissen über das Modell der Neuen Autorität, die Kolleginnen und Kollegen informieren oder die Eltern gewinnen für eine bessere Zusammenarbeit. Gerne kommen wir zu Ihnen in die Schule und halten einen Vortrag, bei dem Sie die grundlegenden Ideen, Haltungen und Interventionsmöglichkeiten der Neuen Autorität kennen lernen können.

 

Projektbegleitung für Schulen: 

Sie wollen an ihrer Schule das Konzept der Neuen Autorität umsetzen? Wir beraten sie gerne und nehmen uns Zeit, eine Projekt mit ihnen zu planen und gemeinsam durchzuführen. 

 

SchulleiterInnen:

Sie möchten eine kontinuierliche Unterstützung im Sinne der Qualitätssicherung Ihrer Arbeit. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, regelmäßig Ihre Arbeitsprozesse zu reflektieren und sich im fachlichen Austausch weiterzuentwickeln.

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Die 7 Säulen der Neuen Autorität in der Schule - Überblick

Die 7 Säulen beinhalten alle wesentlichen Aspekte der “Neuen Autorität”. Sie bieten auch einen Überblick über die verschiedenen stärkenden Maßnahmen, die Eltern und Lehrer in ihrer Position stärken. In der Praxis zeigt sich, dass Erwachsene mit Hilfe dieser Orientierungshife seltener zu Konsequenzen greifen, die von Kindern und Jugendlichen als Strafen erlebt werden. Dies stärkt die Beziehung zwischen ihnen zusätzlich.

Durch Herstellen von Präsenz (Säule 1) lassen sich viele problematischen Entwicklungen frühzeitig erkennen und Eskalationen vorbeugen. Kommt es zu Eskalationsprozessen, ist es hilfreich zu verstehen, dass Lehrer Kinder nicht kontrollieren können. Letztlich entscheiden die Kinder, ob sie sich so oder anders verhalten und das wissen die Kinder auch. Was macht denn die Lehrerin, wenn ich zum Beispiel sage: “Nein, ich stehe nicht auf und gehe zur Tafel, ich bleibe hier sitzen!” Durch Übung der Selbstkontrolle (Säule 2) können Lehrerinnen aus Machtkämpfen aussteigen. Das braucht Übung und es hilft ein paar Dinge über symmetrische und komplementäre Eskalationsprozesse zu wissen. Wenn es darüber hinaus gelingt die Autorität der Lehrer auf breitere Beine zu stellen und ein Netzwerk von Unterstützern (Säule 3) zu bilden, stärkt das Lehrkräfte und schont deren persönliche Ressourcen. Als Unterstützer kommen dabei natürlich in erster Linie Eltern und andere Verwandte der Kinder in Betracht. Dazu kommen noch das eigene Lehrerkollegium, manchmal andere (z.B. älterne) Schülerinnen oder Dritte im Umfeld oder Unterstützungsnetz einer Schule. Das Einbinden von Eltern ist oft wesentlich für die Verhaltensänderung eines Schülers, auch wenn hier von manchen Lehrern resignierend beschrieben wird, dass die Zusammenarbeit mit Eltern nicht immer einfach ist. Umso wichtiger ist es, dass Lehrkräfte sich damit auseinander setzen, wie gelungene Bündnisse mit Eltern hergestellt werden können.

Wird das problematische Verhalten von Seiten des Schülers oder einer Schülergruppe fortgesetzt, werden Widerstandsmaßnahmen ergriffen (Säule 4), die signalisieren, dass es so nicht mehr weiter gehen kann und die Erwachsenen gemeinsam alles mögliche unternehmen werden, dieses Verhalten zu stoppen. Entschlossenheit ist dabei von großer Bedeutung. Parallel dazu muss die Beziehung zwischen Schüler und den Erwachsenen (Lehrern und Eltern) gestärkt werden (Säule 5). Das Kind soll dadurch merken, dass sich der Widerstand gegen das Verhalten und nicht gegen die Person richtet: „Du bist uns willkommen, deine ausgeübte Gewalt, deine Drohungen, das Stehlen, dein Drogenkonsum, usw. nicht!“ Lehrer kündigen das an und zeigen so die Entschlossenheit zu handeln. Sie erklären das dem Schüler, der sich grenzverletzend verhält und gleichzeitig der Schulklasse, die auch interessiert ist, zu erfahren, wie der Lehrer weiter vorgehen wird und die Sicherheit in der Klasse wieder herstellt. In beinahe jedem Fall sind die Kinder der Klasse oder manchmal der gesamten Schule auf die eine oder andere Weise in problematisches Verhalten verstrickt. Das bedingt, dass in die Lösung dieser Probleme die betroffene Klasse oder die Schule ebenfalls miteinbezogen werden muss. Dies geschieht dadurch, dass transparent gemacht wird (Säule 6), was geschehen ist, wie die Erwachsenen darauf reagieren und ob die Situation nun abgeschlossen ist oder noch nicht. Die Erwachsenen bekommen dadurch Respekt für die Handhabung der konfliktträchtigen Situation. Die Kinder sehen, dass die Lehrerinnen handeln und erleben so eine Stärkung der Stellung der Führungsrolle der Lehrkräfte in der Klasse oder in der gesamten Schule. Wenn Schaden entstanden ist begleiten Lehrer auch den Prozess der Wiedergutmachungsschritte (Säule 7). Dabei wird auf die Re-Integration des Schädigers in die Klasse ebenso Wert gelegt, wie auf das Ehrgefühl des Geschädigten und des Schädigers. Dies stärkt die Stellung der Lehrkräfte wiederum. Insgesamt wird bei jeder Lösung von problematischen Situationen der Zeitfaktor genutzt. Es wird ein Lösungsprozess in Gang gesetzt und begleitet. Haim Omer und Arist von Schlippe betonen, dass das Entscheidende die entschlossene Bereitschaft zum Dranbleiben ist: “Du musst das Kind nicht besiegen, sondern nur beharren!”.

 

 

Erfahrungsberichte: Eine Schulleiterin, Lehrerinnen und Lehrer berichten

„Im letzten Schuljahr ist uns deutlich geworden, dass wir uns um eine neue Kultur des Miteinanders an unserer Schule bemühen müssen. So sind wir auf das Konzept der Neuen Autorität gestoßen und haben uns im Zuge von 2 SCHILF-Nachmittagen damit beschäftigt. Ich war positiv überrascht, wie klar und einfach die Ansätze sind und war erleichtert zu sehen, dass wir vieles schon sehr gut machen. Was uns besonders unterstützt hat ist die Erkenntnis, dass wir nicht immer sofort reagieren müssen und dass wir, wenn wir einander im Kollegium gut unterstützen, auch bei den Kindern mehr Respekt gewinnen.“

Schulleiterin einer NMS

 

„Ich war sehr skeptisch und reserviert, weil ich die vielen Fortbildungen, die uns aufgezwungen werden, schon langsam satt habe. Umso mehr war ich beeindruckt von den Prinzipien der „Neuen Autorität“ wie „Schmiede das Eisen, wenn es kalt ist“ oder „Beharrlichkeit statt besiegen wollen“. Oft versuchte ich Lösungen in Situationen zu erzwingen, in denen das gar nicht möglich war. Zu erkennen, dass ich an Stärke gewinne, wenn ich mir Zeit nehme, mich mit Kollegen bespreche und dann an konstruktiven Lösungen mit den Schülern arbeite hat mich sehr entspannt.“

Mathematikprofessor an einer HAK

 

„In den letzten Jahre haben wir in der Zusammenarbeit mit Eltern, gerade von schwierigen SchülerInnen, immer wieder einen ordentlichen Dämpfer erlebt. Als wir uns in der Fortbildung „Neue Autorität an unserer Schule“ speziell mit dem Thema der Bündnisrethorik beschäftigt haben, ist mir klar geworden, worauf es in den Gesprächen mit diesen Eltern ankommt. Schade, dass wir das nicht früher gewußt haben.

Volksschullehrerin

 

„Ich bin froh, dass wir ein gutes Lehrerteam an unserer Schule haben. Durch die Ideen der Neuen Autorität und hier vor allem den Interventionsmöglichkeiten des Gewaltlosen Widerstandes ist es uns gelungen, dieses „Wir“, wenn man so will die Kraft des Netzwerks, auch in die Klassenzimmer, zu den Schülerinnen und Schülern zu bringen. So sind wir zum Beispiel schon einige Male nach schwierigen Situationen in Klassen gemeinsam vor die Gruppe getreten und haben deutlich gemacht, dass wir eine Veränderung einfordern, weil wir an einem erfolgreichen Unterricht und einem guten Miteinander interessiert sind.“

Lehrerin einer Hauptschule

 

„Wir haben einen Burschen in einer 3. Klasse, der uns seit er da ist besonders herausfordert. Er stört immer wieder, geht einfach herum, befolgt oft keine Anweisungen. Die Eltern zeigen Kooperationswillen, sind aber auch nicht konsequent genug. In diesem Schuljahr, nachdem wir im Juni eine Ganztagesfortbildung zum Thema „Neue Autorität“ gemacht haben, haben wir, nachdem es wieder öfters eskaliert war, ein Schul-Sit-In mit ihm und seinen Eltern durchgeführt und sind erstaunt, wie rasch sich sein Verhalten verbessert hat. Ganz wichtig dabei war die darauf folgende Unterstützung für den Burschen durch einen Vertrauenslehrer, mit dem er jeden Tag eine kurze Zeit über seine Schwierigkeiten reden und über die Veränderung seines Verhalten nachdenken konnte.“

Biologielehrer an einer HS

1. Säule: Präsenz & Wachsame Sorge

Unser wahres Zuhause ist der gegenwärtige Augenblick. Wenn wir wirklich im gegenwärtigen Augenblick leben, verschwinden unsere Sorgen und Nöte und wir entdecken das Leben mit all seinen Wundern.    Thich Nhat Hanh

Einleitung und Hintergrund:

Präsent zu sein heißt, in seiner ursprünglichen lateinischen Bedeutung, anwesend zu sein. Eine Person zu sein mit eigenen Gefühlen, Gedanken und Wünschen. Gerade in der Erziehung, ob in der Familie oder in der Schule, ist es von immenser Bedeutung, wirklich präsent zu sein, nämlich in einem bipolaren Sinn: Es geht für einen Elternteil oder auch für einen Lehrer darum, sowohl als Individuum, als Mensch und Person präsent zu sein, als auch als Vater, Mutter oder Lehrer in der jeweiligen erzieherischen Rolle für das Kind da zu sein.

Ein zweiten wesentlicher Aspekt der Präsenz ist darin zu sehen, wie Erwachsene, ob Eltern, Lehrer, Sozialpädagogen usw. den Kindern gegenübertreten und welches Menschenbild sie im persönlichen Kontakt, in der Auseinandersetzung, in der Begegnung leitet. Es macht natürlich einen großen Unterschied, wie wir die Kinder sehen, ja ob wir sie mögen oder sogar lieben können. Wenn wir eine Haltung der “Neuen Autorität” einnehmen, dann bemühen wir uns, eine Haltung des Staunens, der Wertschätzung und der Achtsamkeit unseren Kindern gegenüber einzunehmen und versuchen diese auch anderen Personen zu vermitteln. Denn ohne diese erwachsene Wertschätzung wird eine dauerhafte positive Entwicklung von Kindern erschwert, bzw. behindert.

Auf den Punkt gebracht: Von Präsenz sprechen wir dann, wenn zum Beispiel Eltern, oder Lehrerinnen so handeln, dass folgende Botschaften übermittelt werden:

Ich bin hier!

Ich bin Dein Vater/Deine Mutter, Dein Lehrer,.... und werde es bleiben!

Ich schätze Dich, Du bist für mich einzigartig, es gibt kein Kind auf der Welt, dass genau so ist wie Du!

Ich kämpfe um Dich, um die Beziehung zu Dir, nie gegen Dich!

Ich werde Dir (in bestimmten Bereichen oder Situationen) nicht nachgeben, Dich aber auch nicht aufgeben!

Das Konzept der elterlichen/erzieherischen Präsenz und basiert auf den sozialpolitischen Ideen und Praxen des gewaltlosen Widerstandes Mahatma Gandhis. Gedacht war es ursprünglich für Familien, in denen der Konflikt zwischen Eltern und Kindern hoch eskaliert und die elterliche Präsenz verlorenen gegangen war. In solchen Familien ist die elterliche Stimme an den Rand gedrängt und die Kinder bestimmen das Geschehen. Warum es in Familien so weit kommt, mag interessieren, ist jedoch für die Lösung nicht immer entscheidend. Eltern und Pädagogen lernen über die Haltung der Präsenz und Interventionen aus dem gewaltlosen Widerstand das Heft des Handelns wieder zu übernehmen. Das stärkt sie in ihrer zurück gewonnenen Autorität und verbessert die Beziehungsdynamik mit den Kindern. 

Grundlagen der Präsenz:

Drei Aspekte d. elterlichen/pädagogischen Präsenz lassen sich unterscheiden (vgl. Omer/Schlippe 2006):

+ die Fähigkeit, wirksame Handlungen auszuführen

+ ein Bewusstsein für eigenes moralisches und persönliches Selbstvertrauen

+ das Gefühl, das die eigenen Anstrengungen von anderen unterstützt werden.

Außerdem können vier Ebenen elterlicher/pädagogischer Präsenz beschrieben werden:

1. in der räumlichen Dimension

„Ich bin anwesend!“, “Ich bin da in wachsamer Sorge!”, „Ich dringe, wenn es notwendig ist, in dein Territorium ein!“ (z.B. in dein eigenes Zimmer, suche gefährdende Aufenthaltsorte der Clique auf, usw.)

2. in der zeitlichen Dimension

„Ich nehme mir Zeit für dich, weil du mir wichtig bist!“, „Ich komme später darauf zurück!”

3. auf der strukturellen Ebene

„Ich bringe meine Regeln als Vater/Mutter zur Geltung!”, „Ich werde verhindern, dass du das Internet oder das Fernsehen in diesem Ausmaß benutzt!”

4. auf der Beziehungsebene

„Ich bin und ich bleibe deine Mutter / dein Vater!“ , „Ich kontrolliere und beaufsichtige dich in den Bereichen, in denen es notwendig ist!“ (z.B. an gefährdenden Orten, in Kontakt zu gefährdenden Personen, usw.)

 

Beispiele unterschiedlicher Formen der Präsenz:

+ Staunende, liebevolle, wertschätzende Präsenz („Du bist ein Wunder!“)

+ Schützende und beaufsichtigende Präsenz (bei Streitereien unter Kindern, bei

   Kindern, die sich an unbekannten Orten aufhalten, ...)

+ Unterstützende Präsenz (Z. Bsp. Beziehung pflegen durch Versöhnungsgesten)

+ Strukturierende Präsenz (Z.Bsp. wenn Kind nur noch vor Computer sitzt, keine 

   Körperhygiene mehr pflegt, ....)

 

Wachsame Sorge:

Eine Erweiterung des Präsenzbegriffs erfolgte durch die Beschreibung des Modells der "Wachsamen Sorge" (Omer/Schlippe 2010). Die Wachsame Sorge der Eltern und Lehrer bedeutet, den Finger am Puls zu haben, feinfühlig zu sein und je nach Bedarf die eigene Aufmerksamkeit zu erhöhen bis hin zu einseitigen Schritten und Interventionen. Autorität bedeutet aber auch, zu entscheiden, den Grad der wachsamen Sorge wieder zu reduzieren, wenn keine Gefährdung mehr besteht.  Omer/Schlippe bezeichnen die "Wachsame Sorge" auch gerne als "Ankerfunktion" der Eltern oder als "Rückgrat der Neuen Autorität" (ebenda). Dies deshalb, weil neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass Kinder, deren Eltern eine solch durchgängige und wertschätzende Aufsicht leben, signifikant weniger in problematisches Verhalten verwickelt sind, als Kinder, deren Eltern das nicht tun. Wir unterscheiden drei Stufen der elterlichen wachsamen Sorge:

Stufe 1: Offene Aufmerksamkeit

Bei der offenen Aufmerksamkeit geht es darum, dass Eltern neugierig und interessiert gegenüber ihrem Kind sind. Das Kind soll angeregt werden, von sich zu erzählen. Dies ist besonders dann schwierig, wenn die Kommunikation zwischen Eltern und Kind bereits belastet ist. Es ist darauf zu achten, dass die elterliche Neugier nicht zu einer Befragung wird.

Stufe 2: Fokussierte Aufmerksamkeit:

Gibt es Anlass zur Sorge, „Warnsignale” oder „Notsignale“ (Schule schwänzen, Beteiligung an Raufereien, betrunken nach Hause kommen, Ausgehzeiten nicht einhalten, Diebstähle, plötzlicher unerklärbarer Rückzug, etc.), so ist der nächste Grad der „wachsamen Sorge“, die fokussierte Aufmerksamkeit nötig. Diese Veränderung muss angekündigt werden, z.B.: „Wir sind in Sorge. Wir sind nicht bereit, das (…) mitzumachen. Da es in letzter Zeit diese Probleme (…) gegeben hat, werden wir die Regeln ändern. Wir werden dich zukünftig vor dem Weggehen um 4 Auskünfte fragen:

1. Wohin gehst du? (Adresse angeben)

2. Mit wem gehst du weg? (Telefonnummer angeben, erreichbar sein)

3. Was ist geplant, was hast du vor?

4. Wann bist du wieder da?

 

Stufe 3: Einseitige Schritte/Massnahmen:

Wenn das Kind sein Verhalten nicht ändert und sich nicht an die Regeln hält (z. Bsp. nicht bereit ist, mitzuteilen wo es hin geht, ...), dann ist es notwendig, Massnahmen des gewaltlosen Widerstandes zu ergreifen und Unterstützer einzubinden. Eltern lernen dann zum Beispiel den Ausgang des Kindes zu oppunieren und parallel dazu Versöhnungsgesten zu zeigen.

 

In der Schule spiegelt sich die Präsenz der Lehrer in Verhaltensweisen, die folgende Botschaften vermitteln: "Wir sind da, wir nehmen Anteil, wir handeln und wir sind nicht allein!" Diese Haltung vereint die körperliche, die emotional-moralische, die Präsenz im Verhalten und die  interpersonale Präsenz (Omer/Schlippe 2010). Im Klassenzimmer können Lehrerinnen schon allein mit Hilfe dieser ersten Säule der “Neuen Autorität” de-eskalativ handeln, die Zunahme an Autorität und Abnahme von Ohnmacht wird hier besonders rasch spürbar.

 

2. Säule: Selbstkontrolle und Eskalationsvorbeugung

Man muß jedem Hindernis Geduld, Beharrlichkeit und eine sanfte Stimme entgegenstellen.   Thomas Jefferson

Ganz zentral im Modell der Neuen Autorität ist das Thema der Machtkämpfe, in denen wir uns wieder finden, wenn wir im Sinne der traditionellen Autorität handeln und der Überzeugung sind, in Auseinandersetzungen mit einem Kind oder Jugendlichen gewinnen zu müssen, um unsere Autorität zu wahren oder unser Gesicht nicht zu verlieren. Das passiert oft, wenn wir denken, dass Kinder oder Schüler „gehorchen“ müssen und wenn Sie das nicht tun, haben wir etwas falsch gemacht, haben wir nicht das nötige Charisma oder die erforderlichen pädagogischen Fähigkeiten. Kinder haben ein Bedürfnis nach Selbständigkeit und zwar schon sehr früh. Etwa mit eineinhalb Jahren beginnen sie, deutlich zu machen, dass sie Dinge selber machen wollen - und das ist gut so und fördert ihre Entwicklung. Dadurch erkunden sie ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen und wollen eigene Entscheidungen treffen. Eltern und Lehrer sind gefordert, einerseits diese Eigenständigkeit und Autonomie zu fördern und andererseits - wenn notwendig - das Kind an der Hand zu nehmen oder sich dem Kind bei gefährlichem oder gefährdenden Verhaltensweisen entgegen zu stellen. Die Führung zu übernehmen ist manchmal nicht einfach, allerdings unumgänglich. Damit das bei Kindern und Jugendlichen gelingt, ist hilfreich folgende Haltung einzunehmen:

„Ich kann Dich (deine Gedanken, Gefühle und Handlungen) nicht kontrollieren oder verändern.”

 „Ich will und kann Dich nicht besiegen (es geht nicht um gewinnen).”

 „Aber ich kann mich selbst kontrollieren, meine Schritte abwägen und handeln (Selbstkontrolle).”

In Zeiten, in denen es viele Konflikte gibt und wir Erwachsenen in Gefahr sind, uns in Machtkämpfe hineinziehen zu lassen, empfiehlt es sich, folgende Deeskalationsstrategien anzuwenden:


+ Finden Sie einen Satz, einen Gedanken der ihnen hilft, aus dem Machtkampf aus zu steigen, wie zum Beispiel: „Ich lasse mich nicht hineinziehen!“. „Ich bin der Erwachsene!”

 + „Schmieden Sie das Eisen, wenn es kalt ist”, empfehlen Omer/Schlippe (2006). Schieben Sie Ihre Reaktion auf. Solange der Konflikt „heiss“ ist, ist es schwierig, eine gute Lösung zu finden. Sie können später darauf zurück kommen.

 + Es geht um das beharrliche „Dranbleiben“, nicht um besiegen oder gewinnen.

 + Auch ich mache Fehler, aber ich kann diese auch korrigieren, mich entschuldigen, neue Wege und Lösungsmöglichkeiten suchen.

 

Das alles kann uns helfen, unsere Reaktionen zu verzögern und zu einem besseren Ergebnis zu kommen, als es in der akuten Situation möglich wäre. Das Prinzip der Unmittelbarkeit, Dringlichkeit wird zugunsten einer überlegten Beharrlichkeit aufgegeben. Omer/Schlippe nennen dies das Prinzip des Reifens, wo noch deutlicher wird, dass es oft Zeit und Geduld braucht im Umgang und in der Bearbeitung schwieriger Situationen. Das bedeutet auch, dass es manchmal eine gute Entscheidung ist, später zu reagieren, obwohl man sich in der Lage gefühlt hätte, sofort zu reagieren. “Die Zeit ist Dein Freund!”

 

4. Säule: Protest & Gewaltloser Widerstand

Ein Satyagrahi (ein Anhänger der Gewaltlosigkeit ) hat von der Furcht Abschied genommen. Er wagt es, dem Gegner Vertrauen zu schenken. Auch wenn ihn der Gegner zwanzigmal enttäuscht, ist der Satyagrahi bereit, ihm das einundzwanzigste Mal zu vertrauen.   Gandhi im Gefängnis von Sabarmati, 1928

 

Was bedeutet Gewaltloser Widerstand in der Schule? Wir kennen diesen Begriff von den Ansätzen von M. Gandhi, von seinen Widerstandsmaßnahmen gegen die Herrschaftsverhältnisse in Südafrika und Indien. Von hier ist der Begriff auch entliehen und auf Gene Sharp sei verwiesen, der in den USA seit Jahrzehnten zum Thema „NVR“ (Non Violent Resistance) forscht und publiziert. Wenn Lehrer ihren Schülern mit dieser Haltung des gewaltlosen Widerstandes begegnen, dann sagen sie: „Wir können dein Verhalten nicht länger akzeptieren, ich werde Unterstützer beiziehen und wir werden alles uns mögliche unternehmen, um es zu stoppen. Wir werden dich dabei nicht bedrohen und wir werden nicht mit Gewalt reagieren.“ Lehrer vermitteln dadurch Entschlossenheit, gegen problematisches Verhalten vorzugehen und um das Kind zu kämpfen, aber nicht gegen das Kind. Lehrer erleben dabei, dass durch das etnschiedene Entgegentreten nicht automatisch die Eskalationsspirale aktiviert wird. Der Pädagoge beschreibt, was er machen wird, nicht was er von nun an vom Kind erwartet. Eskalierend wäre es zu moralisieren oder zu drängen, zu schimpfen, zu predigen oder zu befehlen. Statt dessen kündigt der Lehrer an, dass er sein Verhalten verändern wird und dass er mit diesem Problem nicht allein bleiben wird. Er erklärt auch, dass er um das Kind kämpfen wird, weil er die Pflicht hat, einzuschreiten und weil ihm das Kind wichtig ist. Diese Formulierung des Beziehungsaspektes ist bedeutsam, weil dadurch auch die inneren Stimmen des Kindes vermehrt werden, die sagen: “Sie machen das für mich! Sie bemühen sich um mich! Ich bin Ihnen wichtig!” Die Autorität der Erwachsenen wächst schon dadurch, dass sie handeln und so die Beziehung wieder aktiver gestalten und dadurch, dass sie deutlich machen, dass sie ihr Verhalten nicht vom Verhalten des Kindes abhängig machen werden. Dies ist wohl das bedeutsamste Geheimnis der neuen Autorität: Wir versuchen, unser Verhalten vom Verhalten des Kindes unabhängig zu machen. “Wir wissen nicht was du tun wirst, aber wir wissen was wir tun werden und wir sagen es dir auch, damit du dich darauf einstellen kannst.”

 

Konkret bedeutet “Gewaltloser Widerstand” im Kontext einer Schulklasse, verschiedene aktive Schritte zu setzen, die auch angekündigt werden. Diese Ankündigung ist dabei eine Zäsur, die klar macht, dass die Erwachsenen (Pädagogen gemeinsam mit Eltern) ab sofort entschlossen gegen das beklagte Verhalten vorgehen werden. Die Wachsame Sorge wird von Stufe 2 (fokussierte Aufmerksamkeit) auf Stufe 3 (einseitige Schritte setzen) erhöht.

Die darauf folgenden Maßnahmen können dann verschiedene Formen der Präsenzsteigerung sein, um näher “am Kind dran” zu sein. Es kann aber auch bedeuten, Orte aufzusuchen, an denen das Kind sich aufhält, das Kind am Schulweg zu begleiten oder Telefonrunden zu nutzen, bei denen Unterstützungsnetzwerke gebildet werden und die Präsenz im Umfeld der Freunde des Kindes verstärkt wird. Wie oben beschrieben, können Unterstützungssystemen auf sehr verschiedene Weise genutzt werden und auch eine beschränkte Öffentlichkeit hergestellt werden. Ziel ist dabei nicht einfach Gehorsam zu erreichen, sondern dass das Kind angeregt wird, selbst Lösungen für das Problem zu finden und das mit Hilfe der Unterstützung von Erwachsenen.

Eine der intensivsten und kraftvollsten Interventionen des gewaltlosen Widerstandes ist das sogenannte Sit-In, bei dem Eltern im Zimmer des Kindes sitzen und schweigend auf Lösungen warten. Eine genaue Anleitung von Sit-Ins sind in Autorität ohne Gewalt (Omer/Schlippe 2006) und von Schul-Sit-Ins in “Stärke statt Macht (Omer/Schlippe 2010) beschrieben. Kinder reagieren gegenüber ihren Eltern dann manchmal mit den Worten: “Ihr seid soo peinlich!” und drücken damit aus, dass es ihnen selbst peinlich ist, wenn zum Beispiel Eltern das Tabu der häuslichen Verschwiegenheit brechen und Verwandten und Nachbarn von der Gewalt eines Kindes berichten. Wenn Kinder fragen, warum Eltern oder Lehrerinnen mit diesen Widerstandsmaßnahmen reagieren und darauf bestehen, dass sie damit aufhören müssen, sind Erwachsene gefordert, darauf vorbereitet zu sein. Die Diskussionen sind sehr kurz, wenn Eltern lernen darauf zu antworten: “Wir haben keine Wahl!” oder “Es ist unsere Pflicht!”

Eltern sagen dem Kind, dass Sie bereit sind, mit diesen Widerstandsmaßnahmen aufzuhören, sobald das problematisierte Verhalten aufhört. Der Widerstand wird dabei so lange fortgesetzt, bis die Erwachsenen ausreichend Sicherheit haben. Auch hier bestimmen die Erwachsenen, wie lange sie an diesem Thema dran bleiben, was die erlebte und gefühlte Autorität ebenfalls stärkt. Sie entscheiden also nicht nur, dranzubleiben, sondern auch wann eine schwierige Zeit für beendet erklärt wird. Für Lehrer gilt hier das selbe. Auch sie bleiben dran, solange es nötig ist, schmieden Bündnisse mit Eltern und anderen Unterstützerinnen und machen ihr Verhalten den anderen Schülerinnen gegenüber transparent. Sie schließen die Situation auch öffentlich (in der Klasse) ab und erklären die Zeit der einseitigen Maßnahmen für beendet. Schrittweise kehren sie auf Stufe 2 und dann auf Stufe 1 der wachsamen Sorge zurück. Ziel ist es, jeweils auf der niedrigsten möglichen Stufe zu bleiben, oder dort hin zurück zu kehren.

Wenn das Kind sein Verhalten ändert betont es danach meist: “Ich tue es jetzt nicht mehr, weil ICH es nicht mehr will!” Das bedeutet auch, dass das Kind sich entschieden hat, etwas zu verändern und nicht weil die Erwachsenen es von ihnen verlangt haben. Das Kind hat dann auch tatsächlich die Möglichkeit, konstruktive gelungene Konfliktlösungen zu verinnerlichen. Wie gesagt: Die Autonomie des Kindes ist äußerst wichtig. Kinder betonen das auch immer wieder. 

 

 

 

7. Säule: Wiedergutmachungen

Wo Schaden ist, muss Ent-Schädigung sein. (Haim Omer)


Die Wiedergutmachung ist eine der jüngsten Entwicklungen im Ansatz der Neuen Autorität. Bisher haben sich die Entwicklungen darum gedreht, gegen problematische Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen wirksam vorzugehen. Die Überbrückung der Ohnmacht von Erwachsenen stand im Vordergrund und das Zurückdrängen von Gefährdungspotentialen von Kindern bei gleichzeitiger Stärkung der Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kind.

Die Wiedergutmachung geht weit darüber hinaus. Sie hat zum Ziel, jemanden, der Schaden angerichtet hat, zu ermöglichen, Re-Integration zu erfahren, in dem der Schaden wieder gut gemacht wird, oder wenn das nicht möglich ist, eine Ersatzhandlung anzubieten, die für Ausgleich sorgen soll. Manchmal geht es schlicht um den Ausdruck des guten Willens zur Wiedergutmachung.

Wiedergutmachungen sind eine sehr effektive Alternative zu Strafen und Sanktionen. Wenn ein Kind von Lehrern oder Eltern eine Strafe erhält (auch wenn heute das Wort “Strafe” kaum noch verwendet wird; sie kommt dann im getarnten Kleid von „Grenzen setzen“ oder  “Sanktionen” oder “Konsequenzen” zur Wirkung: „Als Konsequenz für dein Verhalten musst du ....“ Die “Du”-Botschaft und die Art der Konsequenz verraten aber die Absicht der Strafe, die dahinter steckt. Kinder enttarnen das meist unmittelbar.) entsteht eine Kluft zwischen Kind und Erwachsenem. Wenn beispielsweise ein Lehrer ein Kind mit einer Strafarbeit sanktioniert, kann es sein, dass das Kind diese zwar durchführt (was auch nicht immer der Fall ist, und dann die Ohnmacht des Lehrers zusätzlich erhöht), das Kind jedoch auch über eine „Strafe“ für den Lehrer nachsinnt. Die Strafarbeit, die das Kind kontrollieren soll wird zum Bumerang. Das Kind überlegt, wie es zeigen kann, dass es Autonomie behalten hat und widersetzt sich den Kontrollversuchen der Lehrkraft. Rachephantasien werden oft in den buntesten Bildern ausgestaltet.

Bei der Wiedergutmachung stellt sich der „sanktionierende“ Lehrer an die Seite des Kindes. Er erklärt den Grundsatz der Wiedergutmachung: „Wo Schaden ist, muss Entschädigung sein!“ Lehrer verlangen nicht, dass die Wiedergutmachungsschritte allein ausgeführt werden müssen, sondern helfen dem betroffenen Kind dabei und zwar bei der Auswahl der Art der Wiedergutmachung, sowie bei deren Ausführung. Wir handeln also nicht nach dem alten Prinzip des „Wer die Suppe eingebrockt hat, muss sie auch selbst wieder auslöffeln“, sondern nach dem Prinzip: „Wir lassen dich auch in der Not nicht allein!“ Viele Kinder sind nicht in der Lage, ihr Fehlverhalten wieder gut zu machen. Lehrer bieten Kindern also an, dass es genügt, wenn sich das Kind an den Wiedergutmachungsschritten beteiligt. Mitmachen genügt. Eltern oder andere Unterstützer werden gebeten, dem Schädiger zu helfen, eine Wiedergutmachung durchzuführen. Außerdem muss das Kind nicht sofort entscheiden. Manchmal hilft die Zeit, die Bereitschaft zur Ent-Schädigung zu erhöhen. Das Wichtigste dabei ist, dass anders als bei Strafen, das Ehrgefühl des Kindes im Mittelpunkt steht und unbedingt gewahrt werden muss. Strafen bringen es mit sich, dass sich der Bestrafte oft auch bloß gestellt fühlt, oder gar gedemütigt. Bei der Wiedergutmachung ist das anders: Das Kind setzt zum einen zwar ein Zeichen der Verantwortungsübernahme für das Entstehen des Schadens, was mit Scham einhergeht, zum anderen jedoch planen Lehrer gemeinsam mit dem Kind eine „gute“ Handlung, etwas wo sich das Kind „gut“ fühlt. Das Kind soll Erleichterung, Freude und Zugehörigkeit erleben und sich in der Gruppe der Klasse wieder willkommen fühlen. Die anderen Kinder sollen die Chance bekommen denjenigen, der Schaden angerichtet hat auch wieder als willkommenen Klassenkameraden erleben zu können. Es braucht also beides: Ein wenig Scham für das Fehlverhalten und eine Geste, die Wiedereingliederung in die Gruppe ermöglicht. Kinder verinnerlichen auch das als Chance, nach einer Auseinandersetzung wieder in die Gemeinschaft zurückkommen zu können, wenn man bereit ist, eine Geste des guten Willens zu machen. Die Frage, was nun konkret ein Wiedergutmachungsschritt sein kann, richtet sich zuerst einmal an das Kind selbst. Häufig finden Kinder sehr gut geeignete Vorschläge. Da Kinder allerdings häufig Strafen erlebt haben, denken sie manchmal auch bei Wiedergutmachung an Strafsanktionen. Hier helfen Eltern, Lehrerinnen und andere Personen, andere Lösungen zu finden. In Volksschulen schreiben oder zeichnen Kinder häufig eine Art Entschuldigungsbrief als Zeichen der Verantwortungsübernahme und backen mit Erwachsenen einen Kuchen für die Klasse. Das Verteilen von Kuchen ist eine Geste, die vielen in Erinnerung bleibt und allen hilft eine gute Stimmung zu verbreiten. In einer Schule zeigte sich beispielsweise, dass Kinder aus Familien mit unterschiedlichstem kulturellen Hintergrund auf diese Art die verschiedensten Kuchen und Süßspeisen kennen lernten. Die Mütter sind dabei häufig beim Ritual dabei, wo der Klassenlehrer über den Prozess der Konfliktbearbeitung berichtet. 

Ein anderer Vorteil der Wiedergutmachungsschritte, die Omer/Schlippe (2010) vorschlagen, gegenüber strafenden Sanktionen ist, dass alle am Konflikt beteiligten auch in die Lösung eingebunden werden. Der Schädiger übernimmt Verantwortung und erhält die Möglichkeit durch die Wiedergutmachungsschritte wieder Teil der Klassengemeinschaft zu sein. Der Geschädigte fühlt sich öffentlich rehabilitiert und geschützt. Sein Recht auf Schutz wird betont. Damit wird auch unterstrichen, dass die Regeln (z.B: Gewaltlosigkeit) in der Klasse wieder an Gültigkeit gewonnen haben, wovon alle in der Klasse profitieren und der Zusammenhalt in der Klasse wird gestärkt. Und schließlich wird die Stellung der Klassenlehrerin, die den Prozess begleitet hat, gestärkt, weil sie für Sicherheit in der Klasse gesorgt hat bzw. diese wieder hergestellt hat. Die Autorität und damit das Vertrauen in die Lehrerin wächst von seiten der Schüler, aber gleichzeitig auch von Seiten der Eltern, die in aller Regel von diesen Vorgängen in der Schule erfahren.

Der Abschluss der Wiedergutmachung ist wieder eine Darstellung des Prozesses in der Klasse, bei dem das Ehrgefühl aller Beteiligten wieder Beachtung erhält und zwar dadurch, dass es betont wird. Danach erklärt die Lehrerin die Situation für beendet. Späteres “Wieder-Aufwärmen” ware destruktiv und würde auch Glaubwürdigkeit der Lehrerin reduzieren. Die wachsame Sorge der Erwachsenen kann wieder auf den niedrigsten Level der offenen Aufmerksamkeit zurück kehren.