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Konstruktiver Umgang mit Scham


"Systemic Mirroring": Ein Verfahren für Schamregulierung in Beziehungen 

Termin: 17. - 18. Oktober 2022
ONLINE
€ 320,-- (inkl. 20 % MwSt.)
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Wir alle fühlen tagtäglich Scham, ohne es überhaupt zu wissen. Sie ist die "dunkle Materie einer Beziehung", eine nicht sichtbare Kraft, die Nähe und Status reguliert. Scham ist die vitalste Emotion einer Beziehung. denn es ist der Schampegel, der uns die Fähigkeit verleiht - oder auch nicht - mit anderen offen umzugehen, sich zu beraten oder gar um Hilfe zu bitten, Intimität aufzubauen, sich zu unterhalten oder zu kommunizieren, sich zu kümmern als auch von anderen umsorgt zu werden und überhaupt zu spüren, dass wir nicht allein sind.

Bei unserer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen können wir die Einflüsse der Scham oft nur dann beobachten, wenn wir hinter andere Gefühle oder Verhaltensweisen wie Gewalt, selbst verletzendes Verhalten, Kräftemessen und Eskalationen, respektloses Verhalten und Rückzug (wie Computersucht und Schulverweigerung) blicken. "Systemic Mirroring" ist eine effiziente Intervention, um die Scham effektiv regulieren zu können. Dabei werden die Auswirkungen der Scham bei KlientInnen und den BeraterInnen/TherapeutInnen selbst identifiziert und deren Auswirkungen sichtbar gemacht. Die TeilnehmerInnen lernen diesen speziellen Ansatz kennen, der entwickelt wurde, um bei der Regulierung der Scham in Beziehungen zu helfen.

Referent: Dr. phil. Uri Weinblatt, klinischer Psychologe, leitet das "Systemic Mirroring" Zentrum für Familientherapie in Israel. Als Mitarbeiter von Prof. Haim Omer beschäftigte er sich mit der Entwicklung von Modellen der elterlichen Präsenz und der Neuen Autorität. Er leitet seit Jahren Workshops in Israel und vielen europäischen Ländern für Lehrpersonen, SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und PsychotherapeutInnen. In seinem Buch "Die Nähe ist ganz nah" (Vandenhoeck & Ruprecht Verlag) beschreibt er die innovative Methode des "Systemic Mirroring" in der Praxis. (ASE)

 

Anmeldeschluss: 16.9.2022

 

 

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